Imkerei Honig-Habis: Genuss pur aus der Region, Suisse-Garantie-Zertifiziert!
         Wir sind ein VSVB-Siegelbetrieb, klicken Sie hier und erfahren sie mehr über den VSVB
Startseite

Infos über Bienen

"Willst Du Gottes Wunder sehn, 
  musst Du zu den Bienen gehn."

Die Welt der Honigbienen (Apis mellifica carnica) hatte schon immer eine besondere Anziehungskraft auf die Menschen. Wer kennt nicht ihr angenehmes Summen an warmen sonnigen Tagen. Wie jedes mehrzellige Lebewesen entsteht auch die Biene aus einem Ei. Über eine schnelle Zellteilung unterscheiden wir vier Entwicklungsstadien: Ei - Larve (Made) - Puppe - Imago (fertiges Insekt).

Als Einzellebewesen sind Honigbienen nicht lebensfähig: nur als Volk. Sie sind staatenbildend: die Biene lebt sozial.

Warum ist gerade die Honigbiene für unsere Umwelt so wertvoll?

Bienen sind blütenstetig, sie übertragen vor allem den Pollen arteigener Pflanzen. Bei ihren Sammelflügen bestäuben sie Blüten, das bringt mehr und bessere Früchte. Sie übernehmen die Bestäubung der insektenblütigen Pflanzen, 80 % der Obstbäume und ein Großteil unserer Blumen verdanken ihr Wachsen, ihre Vermehrung und ihre Erhaltung der fleissigen Tätigkeit der Bienen.

In einem Bienenvolk unterscheiden wir drei Bienenwesen: eine einzige Königin, zehntausende von Arbeitsbienen und während der Sommermonate einige hundert Drohnen(männliche Bienen).

Königin

Jedes Volk hat nur eine Königin. Sie wächst innerhalb von 16 Tagen durch besonders gute Fütterung (Gelée Royale) in einer zapfenförmigen Königin- oder Weiselzelle heran. In der Hochsaison (Mai - Juni) legt sie bis zu 2 000 Eier pro Tag (entspricht dem Mehrfachen ihres Körpergewichts). Man erkennt sie am langen, schlanken Hinterleib. Ihre Lebensdauer beträgt etwa vier bis sechs Jahre. Der Imker wechselt sie alle zwei bis drei Jahre wegen des Erhalts der Leistungsfähigkeit und Vitalität des Volkes aus. Die Königin ist das einzige fortpflanzungsfähige Weibchen im Volk und erfüllt auch nur diese Aufgabe. Sie sorgt für den Zusammenhalt des Bienenvolkes durch Absondern eines Duftstoffes(Pheromone).

Drohnen

sind ausgewachsene Männchen. Ihre Anzahl im Bienenvolk beträgt 500 bis 1 000 Stück. Sie leben nur im Sommer während der Trachtzeit von Mai bis August. Dann werden sie von den Arbeiterinnen vertrieben (Drohnenschlacht). Die Entwicklungsdauer aus unbefruchteten Eiern beträgt 23 bis 24 Tage. Drohnen haben einen gedrungenen Hinterleib. Ihre Aufgabe ist neben der Stimulation des Volkes die Paarung mit der Jungkönigin.

Arbeiterinnen

(ihre Eierstöcke sind nur kümmerlich entwickelt) sind in der Überzahl. Ein gutes Volk hat im Sommer 50 000 bis 70 000 Arbeiterinnen. Im Winter etwa 10 000 bis 15 000 Stück. Ihre Lebensdauer beträgt im Winter etwa sechs bis sieben Monate, im Sommer etwa 35 bis 42 Tage. Die Entwicklungsdauer beträgt 21 Tage. Bei den Arbeiterinnen sind Flügel und Hinterleib etwa gleichlang. Ihr Leben teilt sich in zwei Abschnitte: drei Wochen Innendienst (Stockbienen) und der Rest Außendienst(Sammelbienen).

 

Der Entwicklungskalender der drei Bienenwesen

Arbeiterin und Königin entstehen aus befruchteten Eiern, der Drohn entsteht aus einem unbefruchteten Ei. Die Königin kann bei der Eiablage die Spermienzufuhr steuern, so dass befruchtete und unbefruchtete Eier abgegeben werden können.

Tage Königin Arbeiterin Drohn
1 Ei Ei Ei
2 Ei Ei Ei
3 Ei Ei Ei
4 Larve Larve Larve
5 Larve Larve Larve
6 Larve Larve Larve
7 Rundmade Rundmade Rundmade
8 Verdecklung Rundmade Rundmade
9 Streckmade Verdecklung Rundmade
10 Vorpuppe Streckmade Verdecklung
11 Puppe Vorpuppe Streckmade
12 Puppe Vorpuppe Streckmade
13 Puppe Puppe Streckmade
14 Puppe Puppe Streckmade
15 Puppe Puppe Puppe
16 Schlupf Puppe Puppe
17   Puppe Puppe
18   Puppe Puppe
19   Puppe Puppe
20   Puppe Puppe
21   Schlupf Puppe
22     Puppe
23     Puppe
24     Schlupf

Sämtliche Arbeiten im Bienenvolk werden von der Masse der Arbeitsbienen geleistet, wobei in ungefährer Abhängigkeit vom Alter spezifische Arbeitsstadien zu beobachten sind. Jedoch ist diese Arbeitseinteilung keineswegs starr an ein bestimmtes Alter gebunden. So verrichtet sie etwa in den ersten 20 Tagen Innenarbeiten wie Wabenzellen putzen, Brut pflegen und füttern, Pollen und Nektar von den Sammelbienen entgegennehmen. Nach Entwicklung der Wachsdrüsen, sie befinden sich im Hinterleib unter den Bauchschuppen, produziert sie Wachs und baut Waben. Ab dem 20. Lebenstag bilden sich die Wachsdrüsen zurück und sie beginnt mit den Außenarbeiten, sie wird zur Sammelbiene. Ihre Aufgabe besteht jetzt darin, Nektar, Pollen, Wasser oder Kittharz zu sammeln. Der Nektar wird an die Stockbienen zur Weiterverarbeitung abgegeben. Diese lagern mehrfach den Nektar um, trocknen und fügen dem Honig körpereigene Stoffe zu, indem sie den Honig von Biene zu Biene weiterreichen. Nach diesem Reifungsprozess wird die Wabenzelle mit einem Wachsdeckel verschlossen. Der Honig kann ab diesem Moment geerntet (geschleudert) werden. Das Grundprinzip der Arbeitseinteilung bleibt immer bestehen, ist aber in hohem Maße wandlungsfähig, wenn die Situation es erfordert. Bei Mangelerscheinung von Bienen, Pollen, Nektar oder Wabenbau kann die Arbeitsbiene plötzlich wieder alle anderen Arbeiten aufnehmen, auch wenn sie nicht ihrem Alter entspricht. Vom ausgeprägten Fleiß und von allem Sammeleifer ist sie müde geworden und stirbt auf dem Feld.

 

Honig ist mehr.

Alles was die Biene braucht, sammelt sie selbst. Sie beläßt das Sammelgut nicht in seiner natürlichen Form, sondern reichert die Rohstoffe an, spaltet sie auf, vermischt sie und bildet neue Produkte. Der Bienenstock (Beute) ist Speicher, Labor und Brutstätte in einem.

Honig ist reich an Kohlehydraten, Enzymen, antibakterielle Stoffen (Inhibine), Magnesium, Phosphor, Jod, Vitaminen, Aromastoffen und weiteren natürlichen Substanzen.

Die Biene hat insektenübliche Facettenaugen und an der Stirn drei kleine Punktaugen. Sie unterscheidet hell und dunkel. Die Stärke des Sehens liegt in der Bewegung (deshalb nicht nach Bienen schlagen, schnelle Bewegungen nimmt sie sofort wahr). Bienen sehen Farben, aber anders als wir. Eine Zeitlang hielt man sie für farbenblind. Am Kopf hat die Biene Antennen und Fühler. Sie beherbergen den Tast- und Geruchssinn und den Sinn für Wärme und Feuchtigkeit. Wichtige Teile der Mundwerkzeuge sind die Hände der Biene, die zangenförmigen Vorderkiefer oder Mandibeln.

Zu den Kopfdrüsen gehören die Kiefer- und die Futtersaftdrüsen. Kieferdrüsen sind wichtig bei der Königin, weil sie die Königinnensubstanz absondern. Solange genug Könniginnensubstanz (Pheromone) vorhanden, ist die Harmonie des Volkes in Ordnung. Wird sie knapp, kommt Schwarmstimmung auf.

Die Duftdrüsen befinden sich am Hinterleib. Der Duft ist bei allen Bienen gleich, der Stockgeruch verschieden. Die Biene ist ein wechselwarmes Tier. Als Einzelbiene kann sie ihre Temperatur nur ganz wenig über die Außentemperatur halten. Bei +8 Grad Celsius erstarrt sie. Das Volk dagegen regelt die Wärme im Brutnest sehr genau auf 35 Grad Celsius (eigene Klimaanlage). Im Winter wird die Wärme durch Zusammenrücken geregelt. Bei höheren Außentemperaturen erniedrigen sie die Temperatur durch Fächeln und Ventilieren. Auch der Flugapparat ist äußerst bemerkenswert. Er besteht aus vier Flügeln, den Vorder- und Hinterflügeln. Sie können sich mit einem raffinierten Hakenmechanismus verbinden (verklinken).

Bienen haben drei Beinpaare. An den Hinterbeinen der Arbeitsbienen befinden sich die Körbchen; eine muldenförmige Vertiefung zum Sammeln von Pollen. Die Honigblase stellt ein ganz entscheidendes Organ dar. In ihm wird der dünnflüssige Nektar durch Entziehen von Wasser eingedickt.

Bevor die Jungbiene den Stock verlässt, orientiert sie sich. Sie spielt vor. Alle Jungbienen drängen sich an warmen Tagen nach draußen. Nicht mit dem Kopf zuerst, sondern rückwärts. Sie schweifen hin und her in immer größeren Abständen und prägen sich dabei den Stockstand und die nähere Umgebung ein. Der Blick der Biene geht schräg abwärts, deshalb sind farbige Orientierungshilfen immer unten an dem Bienenstock anzubringen. Beim Trachtflug in größerer Entfernung orientiert sie sich an Merkmalen im Gelände (Blumen, Gebäuden, Wasserläufen, Kirchtürmen usw.). Die Biene merkt sich den Stand der Sonne. Außer dem äußeren Kompass hat sie auch einen inneren Kompass. Er zeigt an, wie weit in bestimmter Zeit die Sonne weitergewandert ist. Ist die Sonne verdeckt hinter einer Wolke, dient ein Stück blauer Himmel als Richtpunkt.

Viele Pflanzen geben nicht den ganzen Tag Nektar ab, sondern nur zu bestimmten Zeiten. So hat die Biene sich eine "Blumenuhr" zusammengestellt und weiß, welche Pflanzen zu welcher Zeit honigen. Es wird keine nutzlose Zeit mit Herumsuchen zu unrechter Zeit vertan.

Ein besonders beeindruckendes Naturschauspiel ist der Bienenschwarm. Nachdem die Larve aus einem befruchteten Ei geschlüpft ist, entscheiden die Arbeiterinnen im späten Frühjahr sofort, ob es eine Arbeiterin oder eine Königin werden soll, allein durch die Fütterung. Die Arbeiterinnenlarven erhalten den normalen Futtersaft, die zur erklärten Königinlarve erhält einen speziellen Futtersaft den sogenannten Gelee royal. Ebenfalls wird die normale Zelle jetzt umgebaut zur Königinzelle (siehe Bild). Die alte Königin wird attackiert und an der Eiablage gehindert. Die Eierstöcke entwickeln sich zurück.

Wenige Tage vor dem Schlupf der neuen Königin drängen sich zur warmen Mittagszeit plötzlich Tausende von Arbeitsbienen zum Flugloch. Zunächst kreisen alle um die alte Wohnung. Dann setzen sie sich an einem Ast ab (siehe Abb). Spurbienen suchen nun eine Behausung: Der Schwarm zieht um. Alle Bienen fangen sofort mit dem neuen Wabenbau an (Die Arbeitsbienen können durch die Schwarmstimmung sofort wieder Wachs erzeugen). Die Wabe besteht aus sechseckigen Zellen, die leicht schräg nach oben gerichtet sind. Sechseckig ist die Form, die gestattet, auf kleiner Fläche mit geringem Materialaufwand die größte Zahl von Bienenzellen zu schaffen. Durch die Beidseitigkeit der Wabenzellen ist nur ein Zellböden nötig.

Auch die Paarung der Bienenkönigin stellt eine biologische Besonderheit dar. Etwa fünf Tage nach dem Schlüpfen wird die junge Königin das Nest für den Hochzeitsflug verlassen. Die Arbeiterinnen beißen und zwicken sie so lange, bis sie sich zum Flug aufrafft. Der erste Flug dient der Orientierung und dauert nur wenige Minuten. Die Paarung erfolgt in luftiger Höhe auf den Drohnensammelplätzen mit mehreren Drohnen. Die Drohnen und die Königin wählen eine Strecke, die über Generationen jahrein, jahraus konstant bleibt. Wie Königinnen und Drohnen dorthin finden ist bis heute noch nicht geklärt. Alle Drohnen sterben bei der Paarung und die Königin wird danach nie mehr zur Paarung ausfliegen verfügt jetzt über bis zu 10 Millionen Spermien von verschiedenen Drohnen.. Durch die Mehrfachpaarung (5 bis10 Drohnen) bleibt ein Volk eine genetische Einheit.

Für den Erhalt des Volkes und zur Erfüllung der vielfältigen Aufgaben braucht die Biene heute den Imker, seine Pflege und seine lenkenden Eingriffe. Als Gegenleistung erhält der Imker dafür die wertvollen naturbelassenen Bienenprodukte. Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, mit welchem Fleiß und Eifer jede einzelne Biene die ihr zugeordnete Aufgabe ausübt. Eine für die Umwelt unentbehrliche Funktion.
Quelle: http://www.nordwestreisemagazin.de

 

Honig Portal wird von Universal Link entwickelt und ist Valid XHTML 1.0 Transitional. Es wird regelmässig daraufhin überprüft!    Website hosted by Sylon Hosting   |  Distributed by universallink

Honig:Honig ist der Süssstoff, welchen die Bienen aus Nektar und Honigtau bereiten. Aus dem Nektar wird von den Bienen Blütenhonig, aus dem Honigtau der Waldhonig produziert. Bienenwachs: Das Wachs ist in erster Linie die Wiege des Bienenvolks. Heute benutzt man Bienenwachs als reines Naturprodukt in der Medizin, Kosmetik sowie für Gebrauchsgegenstände. Blütenpollen: Die Bienen sammeln den Blütenstaub (Pollen) verschiedener Pflanzen und tragen ihn als Pollenhöschen an den Hinterbeinen zu Nahrungszwecken ins Bienenvolk ein. Der Pollen ist ein hervorragendes Spezial-Nahrungsmittel und es werden ihm viele therapeutische Wirkungen nachgesagt. Gelée Royale: ist der Futtersaft, mit dem Bienen ihre Königinnen aufziehen. Diesem raren und äusserst spannendem Produkt werden viele Fähigkeiten nachgesagt, einige davon sind unabstreitbar, andere dienen eher komerziellem Nutzen. Kittharz oder Propolis: Die Bienen sammeln Harz von Rinden und Knospen der Bäume und verarbeiten es zu Propolis. Der Mensch nutzt die Propolis in der Medizin als natürliches Arzneimittel. Propolis ist das stärkste natürliche Antibiotikum. Für den Gebrauch als Heilmittel gilt die Heilmittelgesetzgebung. Bienengift: Der Bienenstich, und somit auch das Bienengift, verursacht wohl Schmerz,verfügt aber auch über vielfältige biologische und Heilwirkungen.